|
|
|
| |
Am Devils-head
dann nach den Spuren der Utahs suchten, waren sie vom Regen fortgewaschen worden.
Old Surehand war während der beiden nächsten Tage außerordentlich schweigsam und zog sich besonders von mir zurück, nicht aber in unfreundlicher Weise. Es war nicht ein gegen mich gerichtetes Gefühl, welchem er dabei folgte, sondern ich ahnte, daß er mit sich kämpfte, ob er aufrichtig mit mir sein oder seine Verschwiegenheit beibehalten sollte. Ich that gar nichts dazu, diesen inneren Kampf nach der einen oder andern Seite zu beendigen; er war ein Mann und mußte selbst mit sich fertig werden können. Schließlich merkte ich, daß die Stimme der Verschwiegenheit gesiegt hatte. Er glaubte aber doch, mir wegen unserer letzten Unterhaltung eine Bemerkung machen zu müssen, ritt kurze Zeit neben mir her und sagte:
»Habe ich Euch bei unserm Gespräch im Park beleidigt, Mr. Shatterhand?«
»Nein, Mr. Surehand,« antwortete ich.
»Ich denke, daß ich etwas zu kurz gewesen bin?«
»Nein. Wenn man ermüdet ist, pflegt man nicht viel Worte zu machen.«
»So ist es. Ich war ganz plötzlich sehr müde geworden. Aber, bitte, könnt Ihr Euch auf unser Gespräch damals im Llano estacado erinnern?«
»Ja.«
»Ihr hattet mit Old Wabble vorher über Gott und Religion gesprochen?«
»Ich weiß es.«
»Seid Ihr heut noch derselben Meinung wie in jener Nacht?«
»Vollständig!«
|
|
|
| |
|