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Kolma Putschi
was geschehen war, mußte ich annehmen, daß er sich der Rache wegen an unsere Ferse geheftet hatte. Der Umstand, daß wir sein Pferd behalten hatten, konnte gar nichts daran ändern, sondern die Ausführung dieses Vorhabens höchstens verzögern, und diese Verzögerung konnten wir nicht mehr in Anschlag bringen, weil unsere dreitägige Versäumnis ihm Gelegenheit gegeben hatte, den ihm abgewonnen Vorsprung einzuholen. Ebenso mußte ich an Tibo taka denken. Das Ziel seines Rittes war uns eigentlich unbekannt; daß er nach Fort Wallace wollte, war jedenfalls eine Lüge gewesen. Ich nahm, grad so wie Winnetou, an, daß der weiße Medizinmann auf irgend einem, uns noch unbekannten Wege von dem »Generale« aufgefordert worden sei, nach Colorado zu kommen und dort an einem bestimmtem Punkte mit ihm zusammenzutreffen. Ein einzelner Mann, der noch dazu durch die Anwesenheit seiner Frau an jeder freien Bewegung gehindert wurde, war eigentlich gar nicht zu fürchten; aber dem Bösen ist das, was man Glück zu nennen pflegt, oft wenigstens scheinbar oder vorübergehend günstiger als dem Guten, und so schien es geraten, auch diesen Menschen mit in die Berechnung zu ziehen.
Wir waren also auf unserm weitern Ritte sehr vorsichtig und kamen über die Grenze hinüber und ein gutes Stück ins Colorado hinauf, ohne irgend welche Belästigung zu erfahren oder eine Spur der erwähnten Personen entdeckt zu haben.
Jetzt befanden wir uns in der Nähe des Rush- Creek, und Winnetou kannte da ein altes, längst verlassenes Camp (* Lagerplatz.) welches wir gegen Abend erreichen wollten. Dieser Platz hatte nach der Beschreibung des
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