|
|
|
| |
Kolma Putschi
»Sonderbar! Jedenfalls um andern auch eine Portion Aerger zukommen zu lassen? Das war für das Allgemeinwohl ja sehr hübsch von ihm!«
»Ja, die Absicht war gut, der Erfolg aber schlecht.«
»Ah! Es fand sich keine Menschenseele ein, die nach der Vereinigung mit einer andern schmachtete?«
»Keine, keine einzige!«
»Drum fand er wohl den Strick?«
»Ja; er wendete dem Leben, welches ihm nichts zu essen bot, den Rücken.«
»Feiner Kerl! Im höchsten Grade gentlemanlike! Wenn ich ihn hier hätte, könnte sein Rücken bald ganz in denselben Erinnerungen schwelgen wie der Eurige! Frau und Kinder feig zu verlassen! Pfui Teufel!«
»Schwatzt nicht so dummes Zeug! Als er fort war, ging es uns besser.«
»Richtig! Wenn der Mann das Geld nicht mehr vertrinken kann, welches die Frau verdient, geht es der Witwe und den Waisen besser!«
»Hört, wie kommt Ihr zu dieser Rede? Meine Mutter war allerdings die eigentliche Verdienerin.«
»Ja; sie arbeitete wie ein Pferd!«
»Woher wißt Ihr das?«
»Sie lebte und wohnte in dem kleinen Smithville, Tennessee, als ihr Mann, Euer lieber Vater, damals von sich selbst aufgehangen wurde?«
»Richtig! Aber sagt, woher Ihr das alles - - - «
»Und ist nachher mit ihren Kindern nach dem Osten gezogen,« unterbrach ihn Dick Hammerdull unbeirrt.
»Auch das stimmt! Nun teilt mir endlich - - - «
»Wartet nur! Sie hat so gearbeitet und so viel verdient, daß sie sogar einen kleinen, blutarmen Neffen zu sich nehmen und aufziehen konnte, der nachher, als ihm
|
|
|
| |
|